Das Ende von ETFs als Ersatzkonstruktion für gutes Geld

Dieser Essay zeigt auf, warum das „Sparen“ in ETFs kein wirkliches Sparen ist und ETFs nur ein Ersatzkonstrukt der Finanzindustrie sind, da die staatlichen Währungen aufgrund der stetig ausgeweiteten Geldmenge nicht mehr zum Sparen dienen. Doch nicht ETFs sind die Lösung für langfristigen Vermögensaufbau, sondern die Rückkehr zu gutem -knappen und stabilem- Geld.

Dieser Artikel behandelt die Inhalte meiner Podcast Folge mit „Bitcoin Verstehen“.

1. Was ist Sparen?

Was bedeutet eigentlich „Sparen“?
Sparen bedeutet, auf aktuellen Konsum zu verzichten, um zukünftigen Konsum zu ermöglichen. Es basiert auf dem Prinzip des indirekten Tauschs, bei dem Geld als Zwischentauschmittel fungiert. Das Ziel des Sparens ist es, Kaufkraft über die Zeit zu bewahren. Damit dies gelingt, muss das eingesetzte Geld stabil sein, d. h. seine Funktion als Wertspeicher zuverlässig erfüllen. In einer freien Marktwirtschaft würde sich das marktfähigste Gut als Geld durchsetzen – ein Gut, das nicht nur allgemein akzeptiert ist, sondern auch knapp, teilbar, transportierbar und unveränderlich. In einem gesunden Geldsystem wäre Sparen also ein Mittel zur Überbrückung von Zeit und Unsicherheit.

Wie unterscheidet sich Sparen von Investieren?
Während Sparen auf Kapitalerhalt abzielt, geht es beim Investieren um Kapitalvermehrung durch den produktiven Einsatz von Mitteln. Investieren bedeutet, Risiken einzugehen, etwa durch den Kauf von Firmenanteilen oder Produktionsmitteln, um zukünftige Gewinne zu erzielen. Investitionen bringen potenziell höhere Erträge – aber auch Verlustrisiken. Sparen ist hingegen defensiv: Es dient dem Schutz vor Not, Unsicherheit und dem Wunsch nach späterem Konsum.

Wie wirkt sich Inflation auf das Sparen aus?
Inflation untergräbt das Sparen. Wird die Geldmenge ausgeweitet, verwässert der Anteil des Einzelnen daran. Die Folge: Preise steigen, und die Kaufkraft sinkt. Wer spart, verliert real an Wert, selbst wenn der nominelle Betrag gleich bleibt oder sogar wächst. Sparziele werden so verfehlt – ein Phänomen, das insbesondere in fiatbasierten Geldsystemen mit strukturell wachsender Geldmenge ein systemisches Problem darstellt.

2. ETFs zum Sparen

Was ist ein ETF und wie funktioniert er?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index (z. B. den S&P 500 oder den MSCI World) abbildet. Anleger kaufen mit einem ETF Anteile an einem Korb von Aktien, also an Unternehmen. Der Vorteil: Diversifikation. Statt in eine einzelne Aktie zu investieren, verteilt man sein Risiko auf viele Firmen. Das senkt die Volatilität – so die Theorie – und erhöht die Stabilität. ETFs sind passiv gemanagt, folgen einem festgelegten Index und zahlen in vielen Fällen Dividenden aus.

Warum werden ETFs als Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau empfohlen?
In einer Welt niedriger Zinsen, hoher Inflation und strukturell instabiler Geldsysteme sind traditionelle Sparformen wie Tagesgeld oder Festgeld keine realen Alternativen mehr. ETFs gelten als einfacher Zugang zur Kapitalmarktbeteiligung. Man verspricht sich von ihnen den Werterhalt durch Beteiligung am globalen Produktivitätswachstum – ohne aktiv investieren zu müssen. Finanzinstitute und Medien bewerben ETFs als moderne, risikoarme Lösung für den langfristigen Vermögensaufbau. Doch hinter dieser scheinbar stabilen Fassade steckt ein tieferer Systemfehler.

3. ETFs als Ersatzkonstruktion mit Fehlern

ETFs sind nicht Ausdruck eines gesunden Kapitalmarkts – sie sind die Antwort auf ein defektes Geldsystem. Sie versuchen, die entwertende Wirkung inflationärer Währungen auszugleichen, ohne die Ursachen zu beseitigen. ETFs sind damit eine Ersatzkonstruktion für gutes Geld – nicht mehr.

Das Narrativ der Sicherheit bröckelt:
Diversifikation – etwa durch geografische oder sektorale Streuung – ist ein schwacher Schutzschild, wenn sich systemische Risiken global ausbreiten. Viele ETFs investieren schwerpunktmäßig in die USA oder in Technologieunternehmen. Das Klumpenrisiko bleibt. Zudem investieren Anleger nicht in Unternehmen, sondern in börsennotierte AGs, deren Interessen sich zunehmend von denen der realen Wirtschaft entfernen. Eigentum wird durch Anonymität und Trennung von Verantwortung ersetzt – mit all den bekannten Fehlanreizen (Managerboni, kurzfristige Bilanzkosmetik, Shareholder- statt Stakeholder-Fokus).

Woher kommen die Gewinne?
Ein Index spiegelt Gewinner und Verlierer – doch wenn man den Markt „kauft“, stellt sich die Frage: Warum sollte es zu einer konstanten Überrendite kommen? Historisch gesehen lag die Rendite bei 7–9 % jährlich – doch diese Zahlen sind verzerrt: Sie enthalten auch die Effekte der Geldmengenausweitung. Zwischen 2000 und 2023 wuchs die globale Geldmenge M2 um über 400 % – das entspricht einem jährlichen Wachstum von 7,1 %. Die scheinbare Wertsteigerung der ETFs könnte also nichts weiter sein als die Spiegelung des Kaufkraftverlusts des Geldes.

Weitere Schwächen:

  • Volatilität: Geringe Volatilität nach unten bedeutet auch geringe Chancen nach oben. In Krisenzeiten sind ETFs genauso anfällig – ihre Werte können massiv fallen, da sie keine echte Absicherung gegen systemische Schocks bieten.

  • Inflationsausgleich? Gold (10,1 % seit 2000), Bitcoin (noch höhere jährliche Wachstumsraten) schlagen ETFs oft – trotz ihrer höheren Volatilität. Diese „sicheren Häfen“ sind echte Sparmedien, keine Beteiligungen an zentralisierten Finanzsystemen.

  • Steuern und Gebühren: Kapitalerträge aus ETFs werden mit bis zu 25 % besteuert – selbst nominale Gewinne. Die laufenden Gebühren (0,15–0,3 %) klingen niedrig, fressen aber in realen Zeiträumen viel auf. Die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs kann sogar steuerlich ungünstiger sein als reale Zinsmodelle.

  • Eine Besteuerung der nominalen Kurssteigerung aufgrund der Entwertung der Währung, ist somit keine Besteuerung echter realer Rendite, sondern eine stille Wegnahme von Vermögen. So wird einem langfristigen ETF Investor bei einer durchschnittlichen, jährlichen Rendite von 7% bereits nach wenigen Jahren mehrere Prozent seines eingezahlten Vermögens wegbesteuert. Nach 10 Jahren sind dies bereits 12%, nach 25 Jahren bereits 20% (rote Linie in untenstehender Grafik).

 

  • Technisches Risiko: Handelszeiten, Abwicklungsdauer, Execution-Lags, Gegenparteirisiken bei synthetischen ETFs. Anleger besitzen oft keine Aktien, sondern Forderungen. Das „Great Taking“-Narrativ warnt davor, dass ETF-Assets als Sicherheiten verpfändet sind – mit möglichen Konsequenzen im Krisenfall.

4. Fazit über ETFs

ETFs sind kein Ausdruck eines robusten Kapitalmarktes, sondern ein Notbehelf für die Defekte eines instabilen Geldsystems. Sie wirken wie ein Sicherheitsnetz, sind aber durchzogen von strukturellen Löchern. Wer sich heute einen ETF-Sparplan aufbaut, flieht nicht in reale Werte – er flieht aus dem Geld, ohne es zu verlassen.

ETFs sind nicht:

  • diversifiziert im echten Sinne,
  • inflationssicher,
  • volatilitätsarm in Krisenzeiten,
  • kostengünstig (nach Steuern und Gebühren),
  • Eigentum im klassischen Sinn.

Sie sind oft ein Konstrukt mit:

  • geringerer Performance als das Sparen von geldigen Gütern,
  • ein strukturell fragiles Finanzkonstrukt,
  • steuerlich durch Kapitalertragsteuer massiv benachteiligt,
  • High Risk, Low Reward

5. Zurück zu gutem Geld als Sparmittel der Wahl: Bitcoin und Gold

Die Lösung liegt nicht in neuen Finanzprodukten, sondern in der Rückbesinnung auf bewährte Prinzipien: Knappheit, Dezentralität, Eigentum.
Gold und Bitcoin erfüllen diese Anforderungen auf unterschiedliche Weise, aber mit ähnlicher Wirkung:

  • Keine willkürliche Inflation, da die Menge begrenzt ist.

  • Keine Zinsen, kein Cashflow, kein Gegenparteirisiko, da es sich nicht um Investments, sondern um Sparmedien handelt.

  • Wachsendes Vertrauen: Immer mehr Menschen erkennen die strukturellen Schwächen des fiatbasierten Systems und suchen nach Alternativen – jenseits von ETFs.

In einer Welt, in der Finanzprodukte zur Kompensation der Fehler des Geldsystems erfunden werden, ist der Blick auf echtes, hartes Geld der klarste Ausweg.

„Das Ende von ETFs als Ersatzkonstruktion für gutes Geld“ ist nicht nur ein ökonomisches Thema – es ist ein zivilisatorischer Wendepunkt. Wer spart, sollte das Richtige sparen: Zeit, Energie, Wert. Und das gelingt nur mit einem Geld, das diesen Namen verdient.

Beste Grüße

Leo Mattes

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Disclaimer: Dieser Essay wurde natürlich mit chatGPT unterstützt.