Leo MattesSpieltheorie des Lebens

Die Spieltheorie des Lebens: Zusammenfassung und Download #12

Die Spieltheorie des Lebens: Zusammenfassung und Download

In dieser Serie über das Leben als endliches und unendliches Spiel haben wir uns immer wieder die Unterschiede zwischen Wettkämpfen und Kooperationen, zwischen Ergebnis und Offenheit, zwischen Grenzen und Horizont angeschaut. In diesem Beitrag werde ich die wichtigsten Betrachtungsweisen der beiden Spiele noch einmal gegenüberstellen.

Hier kannst du eine Zusammenfassung der wichtigsten Ansichten direkt downloaden:

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Das Ziel des endlichen Spiels ist es zu gewinnen. Das Ziel des unendlichen Spiels ist es das Spiel am Laufen zu halten.

Materielle Dinge können gewonnen werden, immaterielle Dinge können nur aufrechterhalten werden.

Das endliche Spiel ist extern definiert. Das unendliche Spiel ist intrinsisch definiert.

Das endliche Spiel hat definierte Regeln. Das unendliche Spiel hat keine fixen Regeln.

Endliche Spieler spielen innerhalb der Regeln. Unendliche Spieler spielen mit den Regeln.

Der Widerspruch des endlichen Spiels ist, dass es ein Ergebnis anstrebt und sich dadurch selbst beendet.

Das Paradox des unendlichen Spiels ist, dass ein Spieler es für etwas Größeres als für sich selbst spielt.

Der Tod beendet das endliche Spiel, aber nicht zwingend das unendliche Spiel.

Das endliche Spiel enthält einen Wettkampf und einen Gewinner und Verlierer. Das unendliche Spiel besteht aus Kooperation.

Die Vergangenheit im endlichen Spiel ist Unwiederholbar. Das unendliche Spiel interpretiert die Vergangenheit ständig neu.

Endliche Spiele können innerhalb eines unendlichen Spiels gespielt werden.

Endliche Spieler spielen eine Rolle und sind theatralisch. Unendliche Spieler sind sie selbst und authentisch.

Endliche Spieler verschleiern ihre Pläne. Unendliche Spieler spielen offen und sind verletzlich.

Endliche Spieler leben im Prozess. Unendliche Spieler leben für den Fortschritt.

Überraschungen beenden endliche Spiele. Überraschungen setzen das unendliche Spiel fort.

Gute endliche Spieler sind trainiert. Gute unendliche Spieler sind gebildet.

Endliche Spieler beschränken sich selbst. Dies führt zu einer abgeschlossenen Selbstdefinition. Unendliche Spieler wachsen. Dies führt zu einer ständigen Neu-Erfindung.

Endliche Spieler streben Titel und Macht an. Unendliche Spieler zeigen Stärke und Vision.

Der endliche Spieler achtet auf die richtige Form. Der unendliche Spieler konzentriert sich auf den Inhalt.

Endliche Spieler sind vom Publikum und vom Spiel abhängig.

Das Böse möchte das unendliche Spiel zu einem endlichen Spiel machen.

Politik und Staaten spielen ein endliches Spiel, weil sie fixe Prozesse, Spielregeln, ein Publikum, eine Ernsthaftigkeit und Macht benötigen.

Gesellschaft ist das Leben innerhalb von Grenzen und Vorgaben. Kultur hat keine Grenzen und ist Teil des unendlichen Spiels.

Eine Gesellschaft wiederholt die Vergangenheit. Die Kultur ist offen für die Zukunft.

Eine Gesellschaft wird nicht durch eine ernsthafte Opposition verwirrt, sondern durch einen Mangel an Ernsthaftigkeit gegenüber den Regeln insgesamt.

Das Genie in uns erkennt die Rollen und das endliche Spiel.

Der endliche Spieler sieht in der Sexualität den Körper des anderen. Der unendliche Spieler sieht die Person im Körper des anderen.

Der endliche Spieler erobert, der unendliche Spieler berührt.

Dem endlichen Spiel geht die Zeit aus, der unendliche Spieler kreiert die Zeit.

Der endliche Spieler strebt Quantität an, der unendliche Spieler die Qualität.

Der endliche Spieler möchte die Natur beherrschen. Der unendliche Spieler sieht sich als Teil der Natur.

Endliche Spieler möchten überzeugen. Unendliche Spieler möchten inspirieren.

Endliche Spieler möchten Innovationen in Form von guten Spielzügen. Unendliche Spieler sind offen für Innovationen, die die Spielregeln verändern.

Endliche Spieler sind wie Maschinen. Unendliche Spieler sind aus sich heraus lebendig.

Ein endlicher Spieler vergisst, dass es nur eine Rolle ist. Ein unendlicher Spieler spielt endliche Spiele ohne eine absolute Ernsthaftigkeit.

Ein endlicher Spieler bereitet sich auf das Drehbuch vor, ein unendlicher Spieler bereitet sich auf eine Improvisation vor.

Ein endlicher Spieler führt Kriege. Ein unendlicher Spieler lebt den Frieden.

Ein endlicher Spieler macht Dinge für Liebe, ein unendlicher Spieler tut Dinge aus Liebe. “Do things out of love, never for love.”

Ein endlicher Spieler lebt EINE Rolle für SEIN Leben. Ein unendlicher Spieler lebt SEIN Genie für DAS Leben.

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Hier gelangst du nochmal zum vorherigen Artikel „Wachstum, Maschinen und das Reisen #11„.

Beste Grüße

Leo Mattes

Quellen:

James P. Carse – „Finite and Infinite games“ (Buch)